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Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey

Kind und Taube

Kind
Taube, wie muß dir das wehe tun,
Zupfst aus der Brust die Federn nun.
Taube
Tut es auch weh, ich freu' mich dran,
Daß ich ein Bettchen machen kann,
Drinnen die Täubchen, mein Vergnügen,
  Können recht warm und weich dort liegen.
Da denkt bei sich selber gleich das Kind:
"Wie die Taube, so alle Mütter sind
Und sorgen gar treulich für ihre Kleinen,
Daß sie nicht dürfen frieren noch weinen.
So tut auch meine Mutter an mir,
Das Allerbeste hab' ich von ihr."
Quelle: Das große Fabelbuch von Walter Heichen, A Weichert, Jadu 2000.

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