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Vom Muschelgeld zum Scheckbuch

Wenn Währungskrisen, Inflationen und Deflationen die Sicherheit des kapitalistischen Wirtschaftslebens gefährden, so ist mancher moderne Mensch wohl zuweilen geneigt, seinen Glauben an das Geld als Wertmesser aufzugeben und wünscht sich mitunter auf eine idyllische Südseeinsel, um der finanziellen Sorgen unserer Zeit enthoben zu sein. Aber selbst wenn dieser Wunsch erfüllt würde, so müßten wir nur allzubald erkennen, daß selbst die „unkomplizierten Naturvölker" auf dem Gebiete des Geldes ebenfalls mit Problemen zu ringen haben. In der Anwendung besteht kaum ein Unterschied zwischen einem Geldschein und dem als Wertmesser geltenden Haus einer Kaurischnecke. Wenn wir einen Scheck ausschreiben, um eine Rechnung zu bezahlen, so tun wir kaum etwas anderes als der Hupa-Indianer, der aus seinem Lederbeutel eine geschnitzte Geldbörse hervorzieht, um ihr eine Spechtkopfmünze zu entnehmen.

Die Form der Zahlungsmittel mag auf der ganzen Welt verschieden sein, die Sorgen jedoch, die mit dem Besitz oder Nichtbesitz des Geldes verbunden sind, sind bei allen Völkern die gleichen.

Zu den verbreitetsten Wertmessern der Naturvölker gehören vor allem die aus Schneckenhäusern und Muschelschalen hergestellten Geldsorten. So ist vor allem das runde glatte Haus der Kaurischnecke seit Jahrhunderten eine fast über die ganze Welt verbreitete „Währung" gewesen und geblieben. Man gewinnt die Kauris, indem man Kokosblätter ins Wasser wirft und sie wieder einsammelt, nachdem die Mollusken sich daran festgesetzt haben. Noch heute bedienen sich Kaufleute vieler Nationalitäten dieses uralten Zahlungsmittels, dessen Verbreitungsgebiet sich bis China, Japan und Indien erstreckt. Die meisten nach Europa importierten Kaurischnecken stammen von den Malediven, einer britischen Inselgruppe im Indischen Ozean, und von der ostafrikanischen Insel Mafia. Schon im dreizehnten Jahrhundert fand Marco Polo Kauri„geld" in der chinesischen Provinz Toloman vor und beschrieb es als „Porzellanschnecken von der Art, wie man sie früher zur Verzierung von Hundehalsbändern verwandte".

Im Laufe der Zeit jedoch haben sich in den alten Hochkulturen andere Wertmesser eingebürgert, und die Kauris wurden in China durch Silber- und Kupfermünzen, in Tibet durch Silber ersetzt. Aber vor allem in Afrika ist das Kaurigeld noch heute weitverbreitet, und sein Wert erhöht sich mit der Entfernung des jeweiligen Stammesgebiets von der Küste. Im Inneren kann man fast alle Güter und Waren mit Kaurischnecken bezahlen, und selbst die Missionare ziehen gern ihre Kollekten in Kauriwährung ein. Ibn Batuta, der das afrikanische Königreich Meile (Nordwestafrika) im Jahre 1352 bereiste, fand dort eine wohlauskalkulierte Kauriwährung vor, die auch im alten Dahome üblich war und die der italienische Reisende Codamosto im Jahre 1455 ebenfalls in dem südlich von Timbuktu gelegenen Negerreich Songhai vorfand. Das Kaurigeld ist in Westafrika lange vor der Ankunft der Europäer verbreitet gewesen. So haben etwa die Ibo, ein Sudannegerstamm, ein auf die Kauris basiertes interessantes Zahlungssystem ausgearbeitet, bei dem für Waren nach dem Dezimalsystem in Kauris bezahlt wurde, während man zum Zählen der Kauris in „Einheiten" von je sechs Schneckenhäusern ein besonderes Duodezimalsystem erfunden hatte. Heute kostet bei den Buboka eine Axt einhundertfünfzig Kauris und ein Stück indischen Baumwollstoffs etwa sechshundert. Für zwei Stücke europäischer Seife oder ein Päckchen getrockneter Grashüpfer werden hundert Kauris bezahlt. Bei den Bassari kostet eine Frau fünfzehntausend Kaurischnecken und eine Kuh — ein teurer Luxus für den zukünftigen Ehemann. Ein kunstvoll modellierter Tonfetisch ist für dreihundert Kauris — einem Gegenwert von etwa fünfzig Pfennig — zu haben. Steuern und Geldstrafen, Nahrungsmittel und Grabsteine werden in der Kauriwährung bezahlt, und man kann mit Kauris ebensoleicht bankerott machen wie in Mark, Dollars oder Pfunden.

Eine andere Schneckenart, Dentaliumedulis, war das Zahlungsmittel der alten zwischen Alaska und dem Puget-Sund lebenden Indianer stamme. Diese Schnecken wurden von den Frauen an den Ufern des Vancouver-Flusses ausgegraben. Ihr Wert richtete sich je nach der glänzenden weißen Farbe und der symmetrischen, einem kleinen Elefantenstoßzahn gleichenden Form.

In der Südsee jedoch werden weder Kauris noch Dentalium allein und in ihrer ursprünglichen Form als Geld benutzt, sondern die als Wertmesser anerkannten Muscheln müssen erst bearbeitet und auf Schnuren aufgezogen werden und sind die Produkte besonders bevollmächtigter regelrechter „Münzämter". In seiner ausgezeichneten Studie über „Die Geldformen der Südsee" hat besonders H. Petri diese Geldformen in ausführlicher Weise behandelt.

Der bekannteste melanesische Wertmesser ist das berühmte, auch als Diwarra oder Tambu bekannte Nassa-Geld, das aus der mit einem Höcker versehenen, etwa zentimetergroßen Nassa-camelus-Schnecke hergestellt wird. Die an der Küste von Nakanai lebenden Eingeborenen sammeln diese kostbaren Schnecken mit Netzen vom Meeresboden auf und verwahren sie in ihren Hütten, ohne sich um den üblen Geruch der verwesenden Fleischteile zu kümmern. Die Herstellung des Nassageldes erfordert große Geschicklichkeit und ist ein Vorrecht der Häuptlinge, das vor allem den Frauen versagt ist.

Sobald die Jahreszeit des Südwestmonsuns vorüber ist, verlassen die Expeditionen der Geldsammler in ihren Auslegerbooten die Gazellehalbinsel, die Talili-Bucht und die Nachbarinseln, um die von den Eingeborenen palatambu genannten Rohschnecken zu fangen. Die Reise wird mit religiösen Zeremonien eingeleitet, denn die Diwarra oder das Tambu wird als heilig angesehen. Schon der erste den Neugeborenen dargebrachte Segensspruch lautet: „Mögest du groß und stark werden, damit du oft nach Nakanai reisen und recht viel t a m b u einsammeln kannst." Die Reise dauert etwa einen Monat.

Der Besitz von Tambu wird von den Eingeborenen höher eingeschätzt als selbst Leben und Gesundheit. Bereits das Wort tambu bedeutet „groß und heilig". Sogar die Unsterblichkeit kann man sich damit erkaufen, denn nur die Seelen der Reichen dürfen nach dem Tode nach Nakanai in das heilige Tambuland ziehen. Zur Geldherstellung wird das Schneckenhaus von unten in ein in eine Kokosnußschale eingeschnittenes Loch gepreßt, und der „Kamelshöcker" der Muschel wird mit einem scharfen Muschelwerkzeug weggefeilt, wodurch das später zum Aufziehen auf eine Schnur benötigte Loch erzeugt wird. Hierauf wird das Schneckenhaus gründlich gereinigt und zur Erzielung der begehrten weißen Farbe einem Bleichprozeß unterzogen. Am Schluß wird das Tambu aufgereiht, und zwar erst zur Beseitigung noch etwa verbliebener gelblicher Stellen auf Rindenstreifen und dann erst auf die endgültig als Geldschnüre dienenden Lianenranken. Aus Sicherheitsgründen wird nie mehr „Bargeld" in den Hütten aufbewahrt, als zur Bestreitung der täglichen Ausgaben unbedingt nötig ist. Das Hauptvermögen der Reichen wird in einem im Dickicht verborgenen, dauernd bewachten Tambu-Gemeinschaftshaus, einem regelrechten Tresor, „deponiert". Die Geldschnüre werden zu Ringen geflochten, die oft die Größe eines Wagenrades erreichen, in Pandanusblättern eingewickelt und mit Rotangschnuren fest zugebunden. Ein solcher Ring oder Kranz, der etwa wie ein Autoreifen aussieht, enthält ungefähr fünfhundert, je einhundertachtzig Zentimeter lange Diwarrageldschnüre.

Genau wie die Geldliebhaber der Zivilisation lieben es auch diese Inselvölker, ihren Reichtum wieder und wieder zu zählen, und oft kann man sie in ihren Hütten beim Abmessen der Tambuschnuren beobachten, von denen sie sich nur schwer trennen, ehe sie sie dem Tresor anvertrauen. Die Diwarra spielt bei ihnen eine so wichtige Rolle, daß kaum irgendeine Lebensfunktion ohne seinen Austausch abgewickelt werden kann. Nicht nur Waren, sondern auch Kinder und Bräute (die zehn bis fünfzig Geldschnüre kosten) werden mit Diwarra bezahlt. Die Ehefrauen werden zu unablässiger fleißiger Arbeit angehalten, damit ihre Männer soviel Diwarra wie nur möglich einnehmen und damit ihre Macht und ihren Einfluß vergrößern können. In Kriegszeiten werden die kostbaren Tambustränge vergraben. Der Reiche, der die meisten Geldschnüre besitzt, heißt l u luai oder patuan („Häuptling", „großer Herr"), während die Armen l u w e a n („armer Teufel") genannt werden. Selbst unsichtbare Werte können mit Diwarra bezahlt werden. Jedes Verbrechen wird mit einer Diwarra-Zahlung gesühnt. So „kostet" etwa Ehebruch drei bis fünf Geldschnüre, Diebstahl zwanzig, Mord fünfzig. Das größte, kaum zu vergebende Verbrechen ist Diwarra-Diebstahl, das mit einer sehr hohen Geldstrafe in Diwarra belegt ist. Die Geheimgesellschaften der Eingeborenen mißbrauchen zuweilen den religiösen Fanatismus der Gläubigen, um Diwarra von ihnen zu erpressen. Gibt es Krieg, so muß der Häuptling die etwa zu Hilfe eilenden Nachbarstämme in guter Diwarramünze bezahlen. Die Wertschätzung des Geldes hat hier eine Höhe erreicht, die selbst von der zivilisierten Welt nicht übertroffen werden kann.

Eine Abart des Muschelgeldes ist die Herstellung von Tausenden kleiner Muschelscheibchen, die an oft viele Meter langen Schnuren aufgeknüpft werden. Bei den kalifornischen Indianern war diese Geldart das Zahlungsmittel für Bräute und wurde auch bei Adoptionen, Begräbnissen, Spielen und selbst bei Friedensverträgen als Münze verwendet. Wie die Südseeinsulaner messen auch die Indianer ihre Geldschnüre an den Gliedmaßen des menschlichen Körpers, etwa von der Fingerspitze bis zum Ellbogen, von Brustwarze zu Brustwarze oder von Schulter zu Schulter. Das Wampumgeld der nordamerikanischen Indianer wurde aus zu Scheibchen verarbeiteten weißen und violetten quahaug-Muscheln meist in Gürtelform getragen und diente vor allem auch bei Vertragsabschlüssen als Rechtsurkunde.

Im Gegensatz zu dem „heiligen" Diwarrageld wird in der Südsee das aus flachen Muschelscheibchen hergestellte aufgereihte „Geld" meist von den Frauen verfertigt. Die bekanntesten „Münzämter" für dieses Zahlungsmittel befinden sich auf den Salomonen, auf den Inseln der Bougainville-Straße, auf den Banks-Inseln und in der Umgegend. Bei den Gazelle-Insulanern, die diese Muschelscheibchenschnüre als p e l e bezeichnen, werden diese oft gegen die zur Diwarraherstellung verwendeten Nassaschnecken eingetauscht. An der Buinküste von Bougainville sind nach Thurnwald zehn bis zwanzig „Faden" (der „Faden" ist etwa 1,83 m lang) der Kaufpreis für ein Schwein oder eine Witwe, während ein junges Mädchen bis zu einhundertfünfzig Faden Muschelscheibchengeld wert sein kann.

Die Scheibchen haben die verschiedensten Farben, vor allem Weiß, Schwarz, Violett oder, wie besonders auf Ponape, Rot. Die als Rohmaterial dienenden großen Muscheln werden in kleine Stücke zerbrochen, auf ein Holzbrett gepreßt und mit Hilfe eines Steines auf beiden Seiten poliert. Hierauf werden sie mit einem primitiven Bohrer durchlocht, auf Hibiskusschnuren gereiht und mit Bimsstein an den Rändern abgefeilt, so daß alle die gleiche Größe aufweisen.

Auf Truk und Mortlock werden die Scheibchen zuweilen aus Fruchtschalen verfertigt, und die Eingeborenen der Marianen arbeiten schöne Geldschnüre aus Schildpatt.

Daß das Muschelscheibchengeld zu den ältesten Zahlungsmitteln gehört, beweisen die in den prähistorischen Gräbern gemachten Funde, denn ganze derartige „Vermögen" sind den bestatteten Verstorbenen beigegeben worden.

Ein anderes wertvolles Zahlungsmittel ist das sogenannte „Schweinegeld", eine Kombination von Muschelscheibchen und anderen als kostbar betrachteten Objekten, das besonders in Neumecklenburg als Wertmesser dient. Dieses Geld besteht oft aus bis zu zwanzigtausend einzelnen Muschelscheibchen, die mit Glasperlen, Hundezähnen und aus Rotangstreifen geflochtenen Zwischenstücken zusammengebunden sind und am unteren Ende stets einen oder mehrere Schweineschwänze tragen. Diese Geldsorte wird vor allem zum Einkauf von Schweinen und Frauen benutzt. Für die Frauen müssen jedoch noch zwei Schnuren Hundezähne extra bezahlt werden.

Ein derartiges von Petri beschriebenes Stück, das fast zwölf Meter lang war, bestand aus einer langen, aus schwarzweißen Muschelscheibchen hergestellten Schnur, die in regelmäßigen Zwischenräumen von größeren Fruchtschalenscheibenmünzen verziert war. Das Mittelstück bildete ein aus schwarz und orange gefärbten Rotangstreifen geflochtenes, an den Ecken mit Muschelscheibchen und Schweinezähnen geschmücktes Quadrat, an das eine weiße Muschelscheibchenschnur, zwei Parallelschnuren mit horizontal angeordneten Muschelscheibchen, eine weitere Schnur aus weißen oder orangenen Scheibchen mit Kokosnußschalenperlen, vier Hundezähne, eine andere Schnur aus weißen Muschelscheibchen und acht weiße Muschelstränge angebunden waren. Am unteren Ende waren eine große Perlmuttermuschel und drei Schweinezähne befestigt.

Andere Varianten des Muschelgeldes sind vor allem die kostbaren Armringe, die in Mikronesien meist aus der Schale des Conus millepunctatus und in Melanesien aus der Tridacna gigas gearbeitet werden. Petri setzt ihren Kaufwert mit zwanzig tridacna-Ringen für eine Hütte oder ein Kanu an. Die Tumleo-Insulaner bezahlen einen solchen Ring für eine Ladung Sago oder einen großen gelben Paradiesvogel, zwei für einen Wachhund und zehn für ein Schwein. Die gelbgetupften Muschelringe sind die kostbarsten. Sie werden mit einem aus einem hölzernen Bogen mit Bastsehne bestehenden sägeartigen Werkzeug aus der großen Muschel herausgeschnitten. Auf den westlichen und mittleren Karolinen, besonders auf Ponape, bestehen diese Ringe aus c o n u s - Schalen. Ähnliche Stücke waren bereits in vorgeschichtlicher Zeit bekannt.

Ein anderes besonders auf den Karolinen weitverbreitetes Zahlungsmittel ist das jar oder Perlmuttermuschelgeld, wobei die Muschel spatenförmig zugefeilt, poliert und mit einer Kokosfaserschnur gebunden wird. Auf der Insel Yap ist diese Geldsorte ein ausschließliches Zahlungsmittel der Frauen und wird als „Frauengeld" bezeichnet, während die Männer sich einer völlig anderen „Münze" bedienen, nämlich des Steingeldes.

Dieses berühmte Steingeld oder fei der Insel Yap besteht aus mühlsteinähnlichen Aragonitscheiben, einer Kalksteinart, die auf Palau gefunden wird. Um diese Steine zu gewinnen, unternehmen die Männer von Yap Reisen von oft mehreren hundert Meilen. Genau wie beim Diwarrageld gilt auch dieser Wertmesser nicht dort als Geld, wo er gefunden wird, sondern nur bei den entfernt wohnenden Stämmen. Ohne Hilfe von Metallwerkzeugen werden die großen Aragonitstücke in mühevoller Arbeit gebrochen und auf Flößen, die hinter den Kanus an Tauen nachgezogen werden, nach Yap gebracht. Diese runden, flachen, in der Mitte durchbohrten Steinscheiben erreichen gewaltige Ausmaße. Ihr Wert erhöht sich mit ihrer Größe und Dünne. Es gibt f e i -Scheiben, die einen Durchschnitt von fünf Meter erreichen. Diese Geldsorte ist wahrscheinlich die umfangreichste der Erde und wird nach Spannen gemessen. Im Jahre 1900 konnte man für ein drei Spannen breites fei einen Sack Kopra oder Waren im Werte von zehn Dollar kaufen. Ein großes fei repräsentiert den Wert einer Frau, eines Kanus, eines Schweines und einer großen Ladung verschiedener Früchte.

Der Umfang dieser „Münze" erschwert natürlich ihren Gebrauch im täglichen Handel. Aus diesem Grunde wird das fei - Geld einfach vor der Hütte des Besitzers aufgestellt. Wenn er dann an einen anderen, entfernt lebenden Mann etwas verkauft, besichtigt dieser nur genau die Beschaffenheit und Lage von dessen fei, läßt es aber stehen, wo es stand, und besitzt daher oft ein Vermögen von feis, die über die ganze Insel hin verstreut sind. Wenn ein Eingeborener von Yap Steuern oder Geldstrafen zu bezahlen hat, so markieren eben die Regierungsbeamten sein Geld einfach mit ihren Siegeln oder mit den Anfangsbuchstaben ihrer Namen. Wechselt das Geld seinen Besitzer, so werden diese Zeichen entfernt und neue angebracht. In China und Indochina sind aus neolithischer Zeit stammende ähnliche Geldsteine gefunden worden, die das hohe Alter dieses Wertmessers bekunden.

Auf der Isabelleninsel und auf den Neuen Hebriden werden Marmorringe als Geld bewertet. Bei den eingeborenen Kopfjägern entsprechen sie dem Wert eines menschlichen Kopfes, eines „sehr guten" Schweins oder eines mittelgroßen jungen Mannes. Im Süden von Neuguinea sind die aus vulkanischem Gestein angefertigten Zeremonialäxte anerkannte Wertmesser, die von Murua westlich bis zum Papuagolf gehandelt werden und zur Bezahlung von Schweinen, Nahrungsmitteln, Kanus und Land dienen. Auch die Zauberdoktoren werden in dieser Währung für ihre Dienste honoriert.

Die in unseren Augen kostbarsten Geldsteine sind natürlich die aus Edelsteinen und Halbedelsteinen verfertigten „Münzen". Wegen ihrer Seltenheit werden diese Geldstücke oft mehr als Wertgegenstände, denn als regelrechtes Geld benutzt, obwohl sie in manchen Erdgegenden gültige „Devisen" darstellen. Im alten China wurden Jadestücke als Handelsmünzen verwendet, und der Achat ist auf Borneo noch heute eine Geldsorte, die auch bei den Eingeborenen von Utschitschi neben dem Jaspis als Münze gilt. Die Karaiben bezahlten beim Sklaveneinkauf mit Nephrit, und in Kordofan, Darfur und in Indien werden Perlen noch heute als Geld betrachtet.

Der Forscher Braun berichtete im Jahre 1624 von den „mystischen Aggriperlen", die er auf dem Hochland von „Ambosy" (Kamerun) im Gebrauch gesehen hatte. Bei den Eingeborenen hießen sie a b u g und wurden als Geld hoch geschätzt. Für zwei oder drei Hände voll dieser Perlen konnte man einen Menschen kaufen. Die Mythen der Eingeborenen berichten, daß diese Aggriperlen in einem Bergwerk im Lande Bonyae gewonnen wurden, daß der Schacht jedoch einbrach und die „Perlen" nun unerhältlich waren. Dies erklärt ihren hohen Wert. Nur den Häuptlingen und ihren Frauen war der Besitz von Aggrigeld gestattet. Europäische Glasperlen sind von den weißen Forschern und Kaufleuten als Zahlungsmittel in der ganzen Welt eingeführt worden. In manchen Gegenden sind diese Perlen eine so allgemein anerkannte „Währung", daß Mode- und Geschmackswechsel ernste „Börsenstörungen" hervorrufen können. Ein südamerikanischer Indianer, der sein Vermögen in altmodischen blauen Perlen anlegte, kann beim plötzlichen Modern werden der roten zum Bettler werden, und sein früherer Reichtum wird über Nacht ebenso wertlos wie gewisse Aktien um 1930.

Besonders in Afrika ist der Gebrauch von Glasperlengeld so weit verbreitet und so sehr dem Modewechsel unterworfen, daß die verschiedensten Versuche einer „Stabilisierung der Währung" unternommen worden sind. Ja aber immer wieder neue Perlensorten eingeführt wurden, stießen diese Versuche auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Der König Suna von Uganda versuchte, sein Land von der europäischen Importware dadurch unabhängig zu machen, daß er Felder mit den Perlen besäen ließ -- jedoch wurden seine Hoffnungen auf eine gute Ernte schwer enttäuscht. An der liberischen Kruküste zirkulierte ein Glasperlengeld, das nach dem Glauben der Eingeborenen von den Vorfahren in Bergwerken gewonnen wurde und im Boden „wuchs".

Auf Palau wird eine „heilige" Erdsorte, die unter dem Namen a u d o u t h bekannt ist, als Geld bewertet. Diese sehr seltene Münze wird sorgsam versteckt gehalten, und noch vor sechzig Jahren bewerteten die fremden Kaufleute ein Stück dieses Geldes mit viertausend Dollar, aber wegen ihres großen Wertes ist sie nicht in Zirkulation und wird kaum einem Fremden gezeigt. Petri stellt fest, daß dieses Geld „einen entscheidenden Einfluß auf das gesamte Stammesleben" der Eingeborenen ausgeübt hat.

Ein verbreiteter Wertmesser ist das sogenannte Zahngeld, das meist aus seltenen Tierzähnen besteht. Um als Münze zu gelten, werden diese Zähne zuweilen künstlich in ihrem Wachstum beeinflußt, wie es zum Beispiel bei den als Geld dienenden Eberhauern der Fall ist. Wenn diese Hauer zu einem vollständigen Ring zusammengewachsen sind, werden sie als besonders wertvoll angesehen. Um diese „ideale" Form zu erzielen, werden den jungen Ebern die oberen Hauer ausgezogen, wodurch die unteren innerhalb weniger Jahre mit den Spitzen nach unten wachsen und die gewünschte Ringform erzielt wird. Diese Geldsorte wird besonders von den Papua hoch geschätzt, die die Ringe als Armbänder tragen.

Das Verbreitungsgebiet des Hundezahngeldes, das nicht nur auf Neuguinea, sondern auch in dem nördlichen Teil der melanesi&chen Inseln als Münze gilt, ist noch weit größer. Nur die vier Reißzähne eines Hundes werden als Geld gewertet, auf parallele Schnuren aufgereiht und als Zahlungsmittel für den Einkauf von Schweinen, Nahrungsmitteln und Töpfereiwaren benutzt. Der Wert einer Frau oder eines jungen Mannes entspricht etwa hundert Hundezähnen. In Neuguinea ist diese Geldsorte ein wichtiges Tauschmittel zwischen den einzelnen Stämmen. Schmidt berichtet, daß die Nor-Papua Armbänder anfertigen, die sie in Dalimannhafen gegen Tabak eintauschen, für den sie dann in Kis Hundezähne erhalten. Mit diesen kaufen sie in Vatam die kostbare rote Erde, um diese in Vaskulin gegen Sago und Tragtaschen einzutauschen. Diese Waren werden nun wieder für Töpfereiwaren „gezahlt", für die die Nor-Papua lange Ketten Hundezahngeld erhalten.

In Neuguinea gibt es auch noch Geldsorten aus Känguruh- und Opossumzähnen, während auf Nord-Bougainville und anderen Inseln reki oder Fledermauszähne und baiu oder Delphinzähne Geldwert haben. Auch in San Cristobal und Malanta sind Delphinzähne eine übliche Währung. Die Eingeborenen der Banks-Inseln bevorzugen Eberhauerringe, während die Fidjiund Gilbertinsulaner aus Walfischzähnen Münzen herstellen. Von dem relativen Wert dieses Zahngeldes konnte sich ein europäischer Forscher überzeugen, dem die afrikanischen Haussa eine Tonne Elfenbein für ein paar Stücke Baumwolltuch im Werte von fünfzig Cents anboten.

Das „zoologische" Geld ist jedoch keineswegs auf Zahn-„münzen" beschränkt. Eine der wichtigsten Geldsorten, vor allem der Südsee, ist das Federgeld, das in den verschiedensten Formen benutzt wird. Auf Santa Cruz werden Federn, die in gewebte Bandstücke eingesetzt sind, als Kleingeld benutzt, während größerer Reichtum durch den Besitz großer Geldrollen, auf denen die Federbände: ziegelartig angeordnet sind, ausgedrückt wird. Eine aerartige Rolle enthält etwa zweitausend einzelne Federgeldstücke. Ihr Wert entspricht nach Speiser etwa dem eines Mädchens oder zweier Schweine. Die Rollen werden sorgfältig in Rindenstoff eingehüllt und über der Feuerstelle aufgehängt, um sie vor Insekten zu schützen. Dem geehrten Besucher werden sie stolz vorgezeigt. Diese Rollen werden von Generation zu Generation vererbt und verlieren ihren Wert, wenn die in ihnen enthaltenen roten Federn verschleißen. Besonders reiche Stammesmitglieder errichten sich zur Aufbewahrung der kostbaren Geldrollen eigene „Geldschränke", die im Busch versteckt liegen, und bei festlichen Gelegenheiten wird zuweilen der Reichtum des gesamten Stammes feierlich zwischen Bambuspfählen aufgehängt. Um eine einzige solche Rolle herstellen zu können, müssen viele hundert Vögel getötet werden, was den hohen Wert dieses Geldes erklärt. Die begehrtesten Federn stammen von Tauben und Kolibris, auch werden die zarten Federn, die die Augen der Hühner umrahmen, hoch bewertet. Die Herstellung dieses Geldes ist Sache der Frauen.

Auf den Banks-Inseln werden Halsbänder aus Federgeld angefertigt, die aus Büscheln kleiner roter und weißer Federn bestehen. Auf Santa Cruz trägt man zuweilen Gürtel, die aus Federgeld zusammengesetzt sind. Federgeld und Federschmuck haben in Polynesien ihre höchste Vollendung erreicht. Schon im Jahre 1777 stellte Cook fest, daß gelbe und rote Papageienfedern dort wertvolle Münzen darstellten. Diese Insulaner verzieren ihre Idole und Götterbilder mit reichem Federschmuck, und ihre berühmten Häuptlingsmäntel aus kunstvoll verwobenen bunten Federn gehören zu den kostbarsten Stücken unserer Museen.

Die Eingeborenen der Willaumez- und French-Inseln bewerten die Federn und Hüftknochen des Kasuars als Geld, das deshalb besonders hochgeschätzt wird, weil der Kasuar auf diesen Inseln nicht vorkommt.

Auch Schädelgeld hat bei verschiedenen Stämmen einen hohen Wert. So sind die Kuhschädel von Assam und die Menschenschädel der Kopfjäger von Borneo außerordentlich kostbare „Münzen".

Zu den seltsamsten, jedoch weitestverbreiteten Geldsorten der Naturvölker gehört das eßbare „Geld". In Afrika ist besonders das Salz, oft in Form von Steinsalz in Ziegelgestalt im Umlauf, einer der verbreitetsten Wertmesser.

Die Pangwe verwenden außerdem noch k a n k - „Münzen", die aus Rollen aus gekochtem Mandiokamus bestehen. Kein Gesundheitsamt verhindert die Eingeborenen von Nias an der Zirkulation von getrocknetem Schweinefleisch als Münze. Im alten Mexiko waren Kakaobohnen die kleinste Zahlungseinheit, die in entlegenen Gegenden noch heute als Geld anerkannt wird. In vielen chinesischen Provinzen ist das sogenannte Teeziegelgeld außerordentlich weit verbreitet. Es besteht aus Teeblättern, die in Ziegelform zusammengepreßt werden.

Auch abgemessene Mengen von Reiskörnern dienen, besonders auf Sumatra und bei den Igorot, als Münze, und in vielen asiatischen Gebieten werden noch heute Gehälter und Steuern mit Reis bezahlt. In Ostindien sind Sagomünzen bekannt, während auf den Nikobaren zu Paaren angeordnete kleine Nüsse und in Tibet Walnüsse Geldwert haben. Andere pflanzliche Geldsorten sind auf den Karolinen getrocknete Bananen&chalen und Stücke der curcuma- Wurzel. In Lappland ist noch heute das alte „Käsegeld" ein beliebter Wertmesser.

Auch Reizmittel haben in vielen Gegenden Geldwert. So werden in Nias und bei den ostsibirischen Eingeborenen Tabakblätter als Münzen gehandelt, und in Westafrika bezahlen fremde Händler mit gleicher Ware. Albert Schweitzer berichtet, daß in Lambarene ein Tabakblatt den Wert von zwei Ananasfrüchten repräsentiert und daß fast alle Dienstleistungen mit Tabak bezahlt werden. Sieben Blätter sind ein „Tabakskopf", der dem Wert von etwa sieben französischen Franken entspricht. Hinsichtlich dieser Handelssitten hat Albert Schweitzer allen Afrikareisenden nützliche Ratschläge gegeben:

Geht man auf Reisen, so nimmt man, um unterwegs Lebensmittel für die Ruderer einzuhandeln, nicht Geld mit, sondern eine Kiste mit Tabakblättern. Und damit die Neger diese wertvolle Kiste unterwegs nicht ausrauben, setzt man sich bei der Bootsfahrt darauf. Dieser ,Tauschhandeltabak' ist viel stärker als der von den Europäern gebrauchte. ... Bei den Bootsfahrten geht die Pfeife von Mund zu Mund. Wer gut fahren will, verspricht seiner Mannschaft zwei Blätter Tabak pro Kopf und ist sicher, dafür eine oder zwei Stunden früher anzukommen."

Weit gefährlicher war die einst in der chinesischen Hainanprovinz kursierende Opium Währung. Ebenso schädlich für die Eingeborenen ist das Branntweingeld der Loangoküste, das je nach der zu zahlenden Summe glas- oder flaschenweise ausgegeben wird. Während der Regenzeit kostet dort ein Ei ein halbes Glas Rum und ein ganzes während der Trockenperiode. Eine Ziege erhält man für drei Flaschen Rum und ein Stück Baumwollstoff. Die Ainu bezahlen ihre Waren mit Reisschnaps, den sie aus Japan importieren. Dieses alkoholische „Geld" ist deshalb ganz besonders gefährlich, weil es den Besitzer veranlaßt, sich im wahrsten Sinn des Wortes an seinem Reichtum zu berauschen.

Als der Gummihandel sich zu entfalten begann, nahmen viele primitive Stämme Gummibälle als Geld an, das in Togo zuweilen selbst das herkömmliche Kaurigeld verdrängte.

Unseren Geldbegriffen kommen die Metallgeldsorten der Naturvölker am nächsten, die oft zusammen mit den erwähnten „Münzen" als Wertmesser benutzt werden. Dies ist besonders in Afrika der Fall, und zwar dort, wo verschiedene Kulturen sich vermischt und zur Einführung mannigfaltiger Geldsorten geführt haben. Diese Metallmünzen haben jedoch nicht die Form unseres Kleingeldes, sondern bestehen meist aus Waffen und Werkzeugen.

Die Gegend von Tabora in Ostafrika wird von den Eingeborenen Unyanyembe („Land der Hacke") genannt, weil dort einst einhundertfünfzigtausend eiserne Hacken (yembe) vor sechzig Jahren von den Eingeborenen von Ussindja abgeliefert wurden, die als Geld benutzt werden. Speere, Messer und Gewehre sind zu dieser Währung hinzugekommen. Im Jahre 1906 stabilisierten die Pangwe die Preise aller ihrer hauptsächlichsten Waren, aber trotzdem das Eisenspeergeld ihre Hauptmünze ist, sind bei ihnen durch das Eindringen anderer Kultur- und Wirtschaftselemente eine Reihe anderer Wertmesser ebenso gebräuchlich, was das Umrechnen ihrer Güter aus unserem Geld in die Währung der Eingeborenen sehr erschwert.

Ein heiratslustiger Pangwemann mußte im Jahre 1926 nach Tessmann die folgenden Gegenstände für seine Braut bezahlen:

6000 Speere........... 420,—DM
12 Gewehre............ 120,—
2 Faß Pulver............... 4,—
70 Hauer.................. 70,—
2 Schafe................... 50,—
2 eiserne Töpfe........... 8,—
10 Stück Tuch.......... 40,—
5 Hüte...................... 10,—
13 Kessel Salz.......... 26,—
2 Messer.................... 2,—
2 Pakete Perlen.......... 2,—
2 Tabakspfeifen........ —,50
2 Pakete Flintensteine—,50
l Hut Knöpfe............ —,50
...............................753,50 DM

Dies ist eine recht beträchtliche Summe, die manchen jungen Pangwemann zu langem Junggesellentum verurteilt.

Zur Herstellung ihres Metallgeldes sind die afrikanischen Eingeborenen nie von europäischem Import abhängig gewesen, da sie sich ja längst, ehe die Europäer in ihre Gebiete eindrangen, auf das Schmelzen und Schmieden des Eisens verstanden haben. Die beliebteste Form des Eisengeldes ist die der herkömmlichen Waffen und Werkzeuge, die oft in Miniaturausgaben als Wertmesser hergestellt werden. So hat zum Beispiel das alte Eisengeld der Pangwe die Form kleiner Äxte, die fächerartig an Faserschnüre befestigt werden. Zwei solcher Bündel sind etwa einen viertel Dollar wert. Dieser alte Wertmesser ist jedoch jetzt selten geworden. Das heutige Pangwegeld besteht vornehmlich aus eisernen Speerspitzen, deren jeweiliger Wert von ihrer Größe und Qualität abhängt. Ein solcher Speer ist etwa zwei amerikanische Cents wert, besonders große ungefähr fünfundzwanzig Cents. Dieses Geld wird besonders zum Ankauf von Frauen benutzt. Ein Elefantenzahn kostet etwa zweihundert Speerspitzen, ein Nashornvogel zehn, eine große Ratte zehn, eine Pfeife nur eine, ein Suppenlöffel zwei, ein europäisches Gewehr hundert bis zweihundert und die Schnurrhaare eines Leoparden zehn.

Die ostafrikanischen Usandaui rechnen ebenfalls in Speerspitzengeld, während die westlichen Bantustämme Speerspitzen und Äxte und die Basongo Wurfmesser als Wertmesser bevorzugen. Die afrikanischen Pygmäen kaufen ihre Waren für Eisenmesser- und Speerspitzengeld von den Nachbarstämmen ein. Bei ihnen ist der sogenannte „stumme Tausch" üblich, bei dem Käufer und Verkäufer die Tauschgüter an einem verabredeten Platz niederlegen, ohne sich persönlich zu treffen.

Am oberen Binus werden Nägel und Nadeln als Geld bewertet, und die kalifornischen Pomoindianer zahlten mit sauber polierten Dolomitoder Magnesitkegeln.

Bei den afrikanischen Eingeborenen wird eine alte europäische Münze, und zwar der sogenannte Maria-Theresien-Taler, als Zahlungsmittel hoch bewertet. Dieser Taler kam vom Nahen Osten und dem Sudan nach dem Dunklen Erdteil, verbreitete sich in ganz Nordafrika und Westarabien und wanderte selbst bis über den Äquator südwärts. Dieses Talerstück wurde deshalb eines der beliebtesten afrikanischen Zahlungsmittel, weil die stattliche Büste der österreichischen Kaiserin, die die eine Seite der Münze ziert, das besondere Wohlgefallen der Eingeborenen erregte, denn Schlankheit als ein Ausdruck von Schönheit entspricht keineswegs dem afrikanischen Ideal.

Andere von den Naturvölkern akzeptierte ausländische Münzen sind vor allem der im gesamten Fernen Osten als Wertmesser anerkannte mexikanische Silberdollar und die indische Rupie, die in Ostafrika aber auch in einer Hochkultur wie der tibetanischen hohen Geldeswert besitzt. In einigen Gegenden Abessiniens werden Patronenhülsen als Kleingeld angenommen. Eine wertvolle Kongo„münze" waren Kupferbarren in Form von Andreaskreuzen, schwere halbkreisförmige Kupferringe sind Geld in Stanley Pool. Diese kupfernen Halbringe werden besonders in Westafrika schön ornamentiert und waren das Hauptzahlungsmittel des Königreiches Benin, wo sie als „manillas" häufig auf den berühmten, aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert stammenden Bronzeplatten dargestellt wurden.

Im alten China zirkulierten Metallgeldsorten der verschiedensten Formen und Materialien. Das älteste chinesische Metallgeld hatte die Gestalt dünner Bronzespaten mit innerem Hohlraum und viereckigem Stiel. Schon um 300 v. d. Zr. wurde in China Bronzeglockengeld hergestellt. Die „klingenden" Münzen oder K'iau ts'ien zeichneten sich durch ihre Halbmondform, ihre ausgezeichnete Verarbeitung und schöne Ornamentierung aus und wurden auch „Mond"- oder „Brücken"geld genannt. Das chinesische Wort für Geld, „ts'ien", das wörtlich „Hacke" bedeutet, erinnert noch immer an die älteste Form des dort üblichen Metallgeldes. In Südostasien hatten auch Gongs einen Geldeswert. Besonders Geldstrafen und auch Frauen wurden mit Gongs bezahlt. Bei verschiedenen Stämmen des westlichen Indiens wurden statt dessen Metalltrommeln als Währung anerkannt. Messingringe sind das Geld der Eingeborenen von Celebes, während Eisenperlen bei den afrikanischen Bantu gangbare Münze sind und die Basongo Schmuckstücke aus Kupfer und Kupferlegierungen als Zahlungsmittel benutzen. Bei den nordamerikanischen Haida kursierten schön ornamentierte, eigenartig geformte Kupferplatten als Geld, die gleichzeitig wie das Diwarra der Südsee Gegenstand religiöser Verehrung waren. Auch bei den Kwakiutl waren derartige Kupferplatten als Geld im Umlauf.

Dem Glanz des Goldes hat kaum ein Volk der Erde sich entziehen können. Obwohl bei den Naturvölkern Goldmünzen in unserem Sinne nicht hergestellt werden, sind doch Goldbarren und Einheiten von Goldstaub bei vielen Stämmen als hochwertige Zahlungsmittel bekannt gewesen. Die Werteinschätzung des Goldes ist starken Schwankungen unterworfen. In manchen Gegenden wird bei alltäglichen Transaktionen das Silber bevorzugt und Gold nur zum Ankauf besonders kostbarer oder prächtiger Dinge benutzt. An der afrikanischen Goldküste und bei den Aschanti wurde der als Zahlungsmittel übliche Goldstaub mit Hilfe der berühmten Goldgewichte in Gestalt bizarrer Tiere und Gegenstände des täglichen Gebrauchs gewogen. Auch in China und Indochina zirkulierte Goldstaubgeld, das vor allem jedoch in Altmexiko, dem berühmtesten Goldlande, zu Zahlungen benutzt wurde.

Goldbarren werden von den modernen Zivilisationen nicht mehr als allgemein zugängliche Wertmesser benutzt, wohl aber geprägte Goldmünzen, die jedoch aus dem Umlauf verschwunden sind. Wo immer jedoch eines der verschollenen Goldstücke auftauchen mag, sei es in unseren modernen Städten oder in der afrikanischen Wüste, wird sein Wert anerkannt und bestaunt. Wer sich darüber gewundert haben mag, was wohl aus den früheren europäischen und amerikanischen Goldmünzen geworden ist, kann sie noch heute in den Oasen der westlichen Sahara sehen, wo die kleinen Tanzmädchen der Ouled Nail den Wüstennomaden ihre Kunststücke vorführen. In ihren engen, aus getrocknetem Lehm gebauten Hütten zupfen diese Tänzerinnen die Saiten ihrer Gitarren, und wenn sie ihre Arme heben, sieht man an ihnen ganze Ketten aus den Goldstücken aller Länder, die sie von ihren Freunden und Kunden erhalten haben.

Genau wie die zivilisierten Nationen, die die Herstellung der Landeswährung nur in staatlichen Münzen gestatten, erlauben auch die Naturvölker meist nur einer auserwählten Gruppe von Männern oder Frauen die Anfertigung ihrer Zahlungsmittel. In Afrika ist meist der Schmied der allein autorisierte Geldhersteller, woraus sich seine hohe Machtstellung bei vielen Stämmen erklärt. In Korintji auf Sumatra werden vom Stamme zwei Männer bevollmächtigt, das Kupfer- und Messingringgeld zu verfertigen. Sie führen die Ehrentitel Pagawei Djanang und Pagawei Radja und vererben diese auf ihre Söhne.

Das in der Zivilisation neben dem Metallgeld vorkommende Papiergeld hat ebenfalls in der primitiven Welt seine Parallelen. Während die modernen Münzen auf die bei den Naturvölkern als Geld angesehenen Metallwerkzeuge und Metallbarren zurückgehen, ist das Papiergeld aus dem bei vielen Stämmen kursierenden Stoff-, Matten- oder Ledergeld hervorgegangen. Auf Samoa und in Südostmelanesien gelten feingewebte Matten als Wertmesser. Auch auf Yap kennt man Mattengeld, obwohl es etwas gröber ist als in Melanesien. Es wird zusammengerollt und mit Faserschnüren gebunden.

Bei den nordwestamerikanischen Indianern besaß das "Schlafdeckengeld" eine bedeutende Kaufkraft und wird noch heute, etwa bei den „Geschenktänzen" der Chippewa und bei der Erlegung des Eintrittsgeldes zur Aufnahme in die Medizingesellschaften, als Zahlungsmittel benutzt. Biberfelle waren bei verschiedenen nordamerikanischen Indianerstämmen die anerkannte Werteinheit, während die südlichen Stämme oft Waschbären- und die Tlinkits Elchfelle als Zahlungsmittel verwandten. In Gegenden, wo derartiges Geld verwendet wird, werden meistens auch die verschiedensten Stoffe als Zahlungsmittel angenommen.

Auch die durch uralten Brauch geheiligte Zeremonie des jährlichen Pelzverkaufes der Labradorindianer, die ihre während des Winters erjagten Felle im Sommer zu den Posten der Hudson's Bay Company bringen, um dafür die notwendigen Vorräte für den kommenden Winter einzutauschen, kann als ein Beispiel für den Umlauf von „Fellgeld" angesehen werden. Noch bis vor ganz kurzer Zeit wurde der Wert der von den Indianern eingebrachten Fellbündel in sogenannten „made beaver" (MBr) oder in „Bibern" berechnet, ein Überbleibsel aus der Zeit der „Bibermünzen" („beaver coins"), die die Kompanie in ihrem Handel mit den Indianern benutzte. Eine solche Bibermünze repräsentierte den Wert eines erstklassigen Biberfells.

Leinwandgeld oder Baumwollgeld sind im Sudan und in Oberguinea ein anerkanntes Zahlungsmittel. In Tibet wird der Tschadak, ein Seidengewebe, ausschließlich zum Bezahlen von Rechnungen benutzt. Auch im alten Japan wurden besonders die Dichter mit Stoffen bezahlt, eine Sitte, die allen Lesern von Tausendundeiner Nacht ebenfalls bekannt ist. Wie die bunten Glasperlen sind auch diese geldbedeutenden Stoffe oft Modeschwankungen und damit Wertschwankungen ausgesetzt, und eine Sorte wird gern angenommen, während man andere verschmäht. So erkennen die Eingeborenen Nordsenegambiens ihr echtes dunkelblaues indisches Baumwollgeldtuch am Geruch der Appretur und weisen alle Nachahmungen als Fälschungen zurück.

Einen weiteren Schritt zur Entwicklung des Papiergeldes stellt das offizielle Stempeln der als Geld akzeptierten Matten durch die europäischen Verwaltungsbeamten dar, wie es etwa in Angola durch die Portugiesen geschah, die diese gestempelten Matten als gesetzmäßige Währung anerkannten und sie besonders bei Steuerzahlungen als vollwertiges Geld annahmen.

Von diesem aus Fasern geflochtenen Geld bis zum wirklichen Papiergeld, dem Hauptzahlungsmittel der zivilisierten Welt, ist es nur ein kurzer Schritt. Bereits im dreizehnten Jahrhundert fand Marco Polo beim Großen Khan Papiergeld, das aus den Fasern des Maulbeerbaumes bestand, im Umlauf. Er berichtet hierüber: „Alles dieses Papier wird mit größter Sorgfalt öffentlich hergestellt und behandelt, als wäre es geschmolzenes Silber oder Gold, weil jeder derartige Schein nicht nur mit den Namen, sondern auch mit dem Amtssiegel eines speziell hierzu angestellten Beamtenkörpers versehen ist. Nachdem die Namenszüge in offizieller Amtsordnung auf dem Schein angebracht worden sind, taucht der von Seiner Majestät hiermit beauftragte Oberste Münzmeister sein Siegel in rote Farbe und stempelt es auf das Papiergeld. Hierdurch wird es in gültiges Geld verwandelt, und jeder Fälscher, der es nachzuahmen versucht, wird als Schwerverbrecher bestraft."

Seltsam geformte Ledermünzen wurden in China während der Han-Periode geprägt, aber später durch das sogenannte Gutscheingeld ersetzt, das etwa den von Spielern verwendeten Spielmarken entspricht und in echtes Geld umgetauscht wird. In China gibt es noch heute derartiges Ersatzgeld aus Ton, Porzellan oder Lackmasse, und bei chinesischen Begräbnissen wurde das „Geld des Verschiedenen" symbolisch verbrannt, wobei man die das Geld verlangenden Geister insofern betrog, als man statt der wirklichen Scheine Papierschnitzel verbrannte. Europäische Straßenbahngesellschaften gaben in Südamerika Guttaperchascheine als Billetts aus, die bei den Eingeborenen als Geld kursierten.

Wie alles Lebenswichtige, so sind auch die alten Geldsorten von einem Mythenkranz umgeben, der den Wertmesser zu den Göttern, den Vorfahren und den Naturgeistern in Beziehung setzt. Dieser Glaube trägt dazu bei, den Wert des Geldes zu erhöhen und es gleichzeitig vor dem Zugriff von Dieben zu schützen. Der „zivilisierte" Verbrecher, der Bankraub begeht, setzt sich nur einer Zuchthausstrafe aus, während sein primitiver Kollege der Verdammnis anheimfällt und dem Zorn der Götter verfallen ist. Diese „ewige" Strafe hat zur Folge, daß Gelddiebstahl bei den meisten Naturvölkern so gut wie nie vorkommt.

Wie viele andere Stämme betrachten auch die Eingeborenen der Papaoinseln ihr Geld als himmlischen Ursprungs. Mystische Vögel und Fische haben es erschaffen und es am Strande geheimnisvoller Inseln niedergelegt. Wenn ein Geldstück seinen Besitzer wechselt, wird eine kleine Steuer dafür erhoben, „um die Gefühle der Münze zu beschwichtigen".

Besonders verehrte Münzen oder Scheine werden als Talismane betrachtet. So tragen viele der nach Mekka, dem Heiligtum des Islam, wallfahrenden Frauen oft einen Glücksbringer in Gestalt eines alten venezianischen Goldstückes bei sich, auf dem Christus und der heilige Markus abgebildet sind. In Tibet verwandte man indische Rupienstücke in ähnlicher Weise, wobei die Tatsache zur Popularität der Münzen beitrug, daß das darauf befindliche Porträt der Königin Viktoria dem des Dalai Lama zu gleichen schien.

Die bereits erwähnten „heiligen" Kupf ergeldplatten der Indianer der nordamerikanischen Nordwestküste wurden alle mit individuellen Namen benannt und in ihrem „eigenen Hause" aufbewahrt, wo sie sogar täglich Nahrung vorgesetzt bekamen. Den Frauen war es strengstens verboten, das heilige Bankhaus zu betreten. Nach' dem Glauben der Eingeborenen stammten diese Kupfermünzen vom Manne im Mond her, der sie seinen Stammesgenossen als Geschenk gegeben hat. Bei manchen Stämmen wird ihre Herkunft als Gabe eines mächtigen Häuptlings erklärt, dessen Schloß sich auf dem Meeresgrunde befindet.

Auch Sparsame und Verschwender gibt es nicht nur in der zivilisierten, sondern auch in der primitiven Welt. So vergeudet etwa ein Melanesier entweder leichtsinnig seinen Reichtum, oder er verwahrt ihn sorgsam in dem bewachten Geldhaus der Dorfgemeinschaft. Dem Diwarrabesitzer wird es ebenso schwer, sich von seinem sauer verdienten Geld zu trennen, wie uns. Die Sorge um das Geld ist auf der ganzen Welt die gleiche, ob nun ein Salagakunde zwanzigtausend Kaurischnecken als "Kleinmünze" in seinem Fasersack mit sich herumträgt, ob der Pangwe sein Eisengeld in geflochtenen Taschen am Arme hängen hat oder ob der Abessinier seine leeren Patronenhülsen„münzen" aus einem europäischen Patronengürtel zieht. Und es ist etwa bei den afrikanischen Bassaris genau so leicht, sein Vermögen im Glücksspiel zu verlieren, wenn die geworfene Kaurischnecke mit der „falschen" Seite nach oben zu liegen kommt, als es in Monte Carlo ist, wenn der Rechen des Croupiers den Einsatz in die Bank einzieht.

Selbst die Toten in ihren Gräbern sind vor ihren Gläubigern nicht sicher. So bedecken die Verwandten eines verstorbenen Ewe-Mannes seinen Körper mit Kauris und fordern die rechtmäßigen Gläubiger auf, sich ihren Anteil zu nehmen. Besonders aber die Steuern zehren am Besitz aller Sterblichen, wo immer sie auch wohnen mögen. In Bornu muß jeder männliche Einwohner eintausend Muscheln Steuern zahlen, jeder Packochse kostet weitere tausend Muscheln Steuer, und für jeden Sklaven muß eine Luxussteuer von zweitausend Muscheln erlegt werden.

Auch hat fast jede Gegend ihr eigenes Finanzgenie. Der afrikanische König von Nassakama verkaufte sein Land für eine Jahrespension von dreihunderttausend Kauris an die African Company, Ltd. Die klügsten Spekulanten jedoch spekulieren in verschiedenen Währungen, und so gibt es auch in der primitiven Welt außerordentlich verschlagene Devisen- und Währungsfachleute. Im Jahre 1860 war ein Aschanti klug genug, sein gesamtes Kaurivermögen zum Kurs von einem Dollar für fünfundachtzig Geldschnüre zu verkaufen. Er wartete sechsunddreißig Jahre, bis man für einen Dollar zweihundertsechzehn Geldschnüre kaufen konnte, um seine Dollars wieder gegen Kauris einzutauschen und dadurch der reichste Mann des Stammes zu werden.

In Kordofan wurde im Jahre 1820 ein als Haschasch bekanntes eisernes Geldstück als offizielle Währung eingeführt, was manchen eingeborenen Spekulanten zum Nabob machte. In der Sulu-See stabilisierte ein eingeborener Sultan den Devisenwert der als Geld im Umlauf befindlichen Baumwollstoffe, und zwar so, daß ihr Wert unabhängig von stärkerem oder schwächerem Import stets derselbe blieb.

Wenn durch Modewechsel oder übermäßige Einfuhr neuer Werte die wirtschaftliche Stabilität eines Stammes bedroht wird, so kann das Vermögen der Eingeborenen nur durch eine weise Finanzpolitik gerettet werden. Dies geschah zum Beispiel im Jahre 1840, als der Schah Omar von Bornu den Maria-Theresien-Taler und den spanischen Dollar als offizielle Höchstwerte und die Kauris als Kleingeld festsetzte und damit alle Inflationsgefahren, die durch „Nebengeldsorten" heraufbeschworen worden waren, eliminierte.

Das wirtschaftliche Gleichgewicht eines Stammes kann aber auch durch Deflationen gefährdet werden. Ein interessantes Beispiel hierfür aus dem zweiten Weltkrieg ist in den offiziellen holländischen Berichten über Niederländisch-Ostindien niedergelegt, wo es heißt:

Gold und Silber werden von den Indonesiern dieser entlegenen Gegend als wertlos angesehen, da die schönen bunten Meermuscheln, die über gefährliche Bergpfade von weither importiert wurden, ihre anerkannte Währung darstellen. Da diese Muscheln zerbrechlich sind, muß der Geldvorrat natürlich von Zeit zu Zeit aufgefüllt werden. Die Küsten jedoch, wo diese besonderen Muscheln gefunden werden, befinden sich zur Zeit in japanischen Händen. Hieraus hat sich eine gefährliche Situation entwickelt. Das ganze Gebiet ist von einer Deflation bedroht, und die akute Geldknappheit beginnt das gesamte Wirtschaftsleben der Eingeborenen zu untergraben. Um Hilfe bringen zu können, haben sich die holländischen Regierungsbeamten des Bezirks nach Australien begeben, in der Hoffnung, einen Ausweg zu finden. So hat denn die Niederländische Ostindienkommission zahlreiche Männer ausgesandt, um an den Küsten Australiens nach den begehrten Geldmuscheln zu suchen, leider aber vergebens. Eines Tages jedoch erschien in den Büroräumen der Kommission einer der Beauftragten mit dem freudigen Ausruf ,Die Deflation ist zu Ende, ich habe das Muschelgeld gefunden!'

Er führte die erstaunten Beamten in das führende Warenhaus von Melbourne, wo die blanken Muscheln als Spielzeug für australische Kinder verkauft wurden. So gelang es denn dem niederländischen Verwaltungsbeamten, mit muschelgefüllten Säcken in seinen Bezirk zurückzukehren und das Glück und den Wohlstand des Volkes neu wiederherzustellen." Allerdings handelt es sich hier um einen offiziellen Regierungsbericht, und die seitdem in Indonesien vollzogenen Entwicklungen haben ja inzwischen durch die Befreiung des Volkes vom Kolonialjoch ihre eigene Sprache gesprochen.

Nur ganz wenige Völker der Erde leben heute noch ohne die festgeprägte Vorstellung von Geld und Geldeswert. Zu ihnen gehören vor allem die australischen Sammler und Jäger, die weder Armut noch Reichtum kennen. Aber sobald sich das Produktionsverhältnis der Urgesellschaft auflöst, entsteht die Konzeption des Geldes. Ob nun dieses Geld aus Muscheln, Steinen, Fellen oder Metallstücken besteht, ist mehr oder weniger eine Angelegenheit der Entwicklung und der geographischen Lage. Die Nöte der Armut und die Macht des Reichtums tauchen überall dort auf, wo der Mensch Kauf und Verkauf im Sinne des Privatprofits betreibt.

Quelle: VVV Volk und Buch Verlag Leipzig 1951, Vom Ursprung der Dinge; © by sykr jadu 2003


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